FAKTENBLATT V-NISSG

 

 

 

 

 

 

 

Die Belastungen durch nichtionisierende Strahlung oder durch Schallwellen von Geräten, die bei Behandlungen zu kosmetischen Zwecken eingesetzt werden, überschreiten meistens die Grenzwerte für Haut, Augen oder andere Gewebe. Die Gefahr einer akuten Schädigung bei unsachgemässer Behandlung ist dabei gross. Langzeitauswirkungen sind noch ungenügend erforscht. Die notwendigen Massnahmen, um die Risiken solcher Behandlungen zu minimieren, sind im Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall (NISSG) aufgeführt, welches das Parlament am 16. Juni 2017 verabschiedet hat. Diese Massnahmen werden in der Verordnung V-NISSG konkretisiert, die der Bundesrat am 27.02.2019 gutgeheissen hat. Das Gesetz und die Verordnung treten am 1. Juni 2019 in Kraft.

 Verwendung von Produkten für kosmetische Zwecke

Behandlungen nach Anhang 2 Ziffer 1 mit Produkten, die für ihre Wirkung nichtionisierende Strahlung oder Schall erzeugen, dürfen von den folgenden Personen durchgeführt werden:

  1. Ärztinnen oder Ärzten, die zur Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung befugt sind;
  2. Praxispersonal unter direkter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung der Ärztinnen oder Ärzte nach Buchstabe a;
  3. Personen mit einem Sachkundenachweis mit Prüfung

Behandlungen nach Anhang 2 Ziffer 2 mit solchen Produkten dürfen ausschliesslich von Personen nach Absatz 1 Buchstaben a oder b durchgeführt werden.

Behandlungen unter ärztlichem Vorbehalt

Die neuen Regelungen zu Behandlungen unter ärztlichem Vorbehalt treten ab dem 1. Juni 2019 in Kraft. Folgende Behandlungen dürfen nur noch von einer Ärztin oder einem Arzt oder von direkt unterwiesenem Praxispersonal durchgeführt werden:

  • Aktinische und seborrhoische Keratosen
  • Altersflecken
  • Angiome / Blutschwämme grösser 3 mm
  • Dermatitis
  • Ekzeme
  • Feigwarzen
  • Fibrome
  • Feuermale
  • Keloide
  • Melasma
  • Psoriasis
  • Syringiome
  • Talgdrüsenhyperplasie Varizen und Besenreiser Vitiligo
  • Warzen
  • Xanthelasmen

Die folgenden zwölf Behandlungen dürfen ab 1. Juni 2024 nur noch mit einem Sachkundenachweis angeboten und durchgeführt werden:

  • Akne
  • Cellulite und Fettpolster Couperose
  • Blutschwämmchen und Spinnennävi (kleiner 3 mm und nicht in Augennähe)
  • Falten
  • Narben
  • Nagelpilz 

Informationen: Bundesamt für Gesundheit, Abteilung Strahlenschutz, www.bag.admin.ch/nissg Faktenblatt 27.02.2019 2/3

  • Postinflammatorische Hyperpigmentierung
  • Striae
  • Entfernung von Haaren
  • Entfernung von Permanent Make-up (nicht in Augennähe)
  • Entfernung von Tätowierungen mittels nicht ablativen Lasern (nicht in Augennähe)
  • Akupunktur mittels Laser

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